Die Gründung: Das Schloss ist eine besondere Sehenswürdigkeit Rabensburgs. Die ältesten Teile der Burganlage gehen auf das 11. Jahrhundert zurück. Der ursprünglichen Holzburg folgten um 1200 die ersten Steinbauten. Im 16. Jahrhundert wurde ein zweiter Turm gebaut, dessen spätgotische Spindeltreppe besonders sehenswert ist. Bemerkenswert sind auch die Renaissancebögen im Innenhof, die sich über drei Etagen erstrecken. Die Stuckdecke im großen Festsaal ist leider nicht mehr erhalten.

Aufschwung und Niedergang: Nachdem das Schloss 1385 an die Liechtensteiner ging, erlebte es seine Blütezeit. Wegen seiner Grenzlage wurde es zum Mittelpunkt einer ausgedehnten Herrschaft, die im 15. Jahrhundert 25 Dörfer umfasste. 1633 machte Maximilian von Liechtenstein das Schloss zu seinem Hauptwohnsitz und Lieblingsschloss. 1645 wurde das Schloss von den Schweden angegriffen, konnte aber nicht erobert werden. Erst als die Angreifer mit der Sprengung drohten, musste man sich ergeben. Die Nachfolger Maximlians wohnten nicht mehr in Rabensburg und ein langsamer Verfall setzte ein. Im 18. Jahrhundert war es Sitz hoher Beamter, nach 1848 wurde hier eine Parkettbodenfabrik eingerichtet. Durch den Umbau wurden viele Fresken und wertvolle Bausubstanz zerstört. Später wurde die Fabrik aufgelassen und das Schloss von den Liechtensteinern zurück gekauft.

Gegenwart: 1991 wurde das Schloss vom Fürsten Liechtenstein abermals verkauft. Neuer Besitzer wurde der Schottergrubenbesitzer Dipl. Ing. Günter Kucharovits. Das Schloss steht komplett unter Denkmalschutz.

 

Schloss Rabensburg, Nordansicht